Neues Ringer-Trainingskonzept für Neueinsteiger beim TSV Ehningen

Die Zahl der Neuanmeldungen bei der Ringerabteilung des TSV Ehningen nimmt seit Jahren einen mehr als erfreulichen Lauf. Neben einer Vielzahl an Einsteigern im Jugendbereich nimmt vor allem auch die Zahl der Trainingsbesucher im Aktivenbereich stetig zu. Angesichts dieses starken Anstiegs präsentiert der TSV Ehningen nun ein neues Trainingskonzept, welches darauf abzielt, der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden und gleichzeitig ein lebendiges und integratives Umfeld für aufstrebende Ringer aller Alters- und Leistungsstufen zu bieten. Jugendleiter Kai Rösch und sportlicher Leiter Fabian Bendl erklären das neue Trainingskonzept der Ehninger Ringer.

„Es ist toll zu sehen, dass der Ringsport in Ehningen so präsent ist wie selten zuvor und sich Neueinsteiger aller Altersklassen bei uns versuchen. Wir stehen mittlerweile bei über 250 Mitgliedern in unserer Abteilung, was einen Anstieg von 90 aktiven Mitgliedern in den letzten vier Jahren bedeutet“, so Bendl. Auch Jugendleiter Kai Rösch sieht den positiven Trend: „Durch das gesteigerte Interesse an Kampfsportarten im Allgemeinen zieht es auch mehr Leute ins Ringen als vielleicht noch vor der Corona-Pandemie – sowohl im Jugendbereich als auch bei den Aktiven.“

Der Ringeranbau des Sportzentrums Schalkwiese kommt regelmäßig an seine Kapazitätsgrenzen. „Mit über 30 Sportlern auf der Matte wird es irgendwann eng. Einerseits ist es natürlich schön zu sehen, dass die Trainingseinheiten so gut wahrgenommen werden, andererseits ist es aber auch eine große Herausforderung, weiterhin die gewohnte Qualität bieten zu können. Das Trainerteam kann seine Augen nicht überall haben, wobei natürlich auch das Verletzungsrisiko steigt“, sagt Bendl. Um hier entgegenwirken zu können, wurde in Zusammenarbeit mit dem Trainerteam ein neues Konzept entwickelt. Dieses sieht vor, dass neben den drei Trainingseinheiten der Aktiven auch eine Trainingseinheit angeboten wird, welche sich ausschließlich auf Neu- und Quereinsteiger ab 16 Jahren fokussiert. Hier lernen die angehenden Kämpfer die Grundlagen des Ringens, das Regelwerk sowie die wichtigsten Bewegungen und Techniken. „In kleineren Gruppen und ohne den Trubel der vollen Halle können die Grundlagen deutlich besser vermittelt werden. Diese sind enorm wichtig, um später auch im Aktiventraining Fuß zu fassen und mit den erfahreneren Athleten trainieren zu können.“

Als Rahmenbedingung entschied sich die Abteilungsleitung für eine kostenpflichtige Zehnerkarte, wie es auch in anderen Abteilungen des TSV Ehningen bereits gehandhabt wird. „Durch die Zehnerkarte haben die Sportler die Möglichkeit, sich zehn Trainingseinheiten für 50 € zu kaufen. So müssen sie sich nicht direkt für eine Mitgliedschaft im TSV Ehningen entscheiden und können nach einigen Wochen entscheiden, ob sie weiterhin das Ringertraining besuchen möchten“, erklärt Kai Rösch die Idee der Bezahlmethode.

Doch nicht nur im Aktivenbereich hat sich das Trainingsangebot verändert. Eine weitere erfreuliche Neuerung ist nämlich das „Mini-Training“, welches für Kinder im Alter von fünf bis sieben Jahren gedacht ist und den Übergang vom Bambinitraining in das Jugendtraining erleichtern soll. Hier erlernen die Kinder bei Spiel und Spaß die ersten Ringertechniken sowie die wichtigsten Grundlagen, welche sie für das Training „der Größeren“ vorbereiten.

Die zweite Neuerung im Jugendbereich ist, dass neben den bereits angebotenen Trainingseinheiten für Jugendringer seit einigen Wochen jeden Mittwoch ein Jugendtraining in Kooperation mit der SG Weilimdorf angeboten wird. Kai Rösch, welcher seit Beginn dieses Jahres als Jugendleiter tätig ist, sieht in der Trainingseinheit eine riesige Chance für alle Kinder. „Durch diese Trainingseinheit haben unsere Nachwuchsringer und Nachwuchsringerinnen nun die Möglichkeit, vier Trainingseinheiten pro Woche zu absolvieren.“Auch die Arbeit des neuen Chef-Jugendtrainers, Bogdan Eismont, trägt bereits erste Früchte. Neben einer durchschnittlichen Trainingsbeteiligung von über 20 Kindern waren auch die ersten beiden Jugendturniere unter der Aufsicht des ehemaligen Bundesligaathleten ein voller Erfolg. Jugendleiter Rösch freut sich besonders über das gemeinsame Projekt mit dem KSV Holzgerlingen. „Wir befinden uns hier auf dem richtigen Weg, sind jedoch noch lange nicht am Ziel. Im Herbst werden wir gemeinsam mit dem KSV Holzgerlingen in der Jugendliga an den Start gehen und freuen uns, hier bereits die weitere Entwicklung der Kinder beobachten zu können.“