TSV Ehningen Ringen

Die SZ/BZ besucht ein Jugendtraining des TSV Ehningen

2013 jugendtraining szbzRingen ist derzeit im Gespräch wie kaum einmal in den vergangenen Jahren. Hintergrund ist die Überlegung des Internationalen Olympischen Komitees, Ringen im Jahr 2020 aus dem olympischen Programm zu streichen. Im September soll die Entscheidung fallen. „Wir werden alles versuchen, was wir als Verein machen können, damit Ringen olympisch bleibt. Wir werden jedenfalls dafür kämpfen“, sagt Jürgen Paeth, Abteilungsleiter der Ehninger Ringer. Der Deutsche Ringer-Bund (DRB) hat T-Shirts mit der Aufschrift „Save Olympic Wrestling“ – rettet das olympische Ringen – produzieren lassen, der TSV hat sich diese Shirts gekauft und damit seine Übungspuppen eingekleidet. „Wenn Ringen nicht mehr olympisch ist, wird das Interesse an dieser Sportart nachlassen“, sagt Paeth.

logo ringen um olympia

220 Mitglieder haben die Ringer des TSV Ehningen aktuell, 80 davon sind in einem Alter von fünf bis 15 Jahren. „Wir haben in diesem Bereich seit Jahren ein stabiles Niveau und stehen gut da“, sagt Jürgen Paeth. Damit das so bleibt, unternimmt die Sparte zahlreiche Anstrengungen. So gibt es eine Kooperation mit Kindergärten und Schulen. „Wir laden an drei bis vier Tagen die Kinder ein, um bei uns in der Ringerhalle reinzuschnuppern. Wir führen ein gemeinsames Training durch, das dauert jeweils etwa 90 Minuten“, erklärt Paeth.

Marc Zöphel und Ingo Mück leiten das Training der Sechs- bis Neunjährigen. „Unser Ziel ist, den Kindern ein Gefühl für das Ringen zu vermitteln. Wir bringen ihnen die Sportart in spielerischer Form bei“, erklärt Ingo Mück. Dabei nehmen Zöphel und Mück den Kindern auch die Angst vor dem Fallen. „Auf den Matten tut das nicht weh. Sicherlich gibt es auch einmal Schmerzen in einem Ringkampf. Wir vermitteln auch, diese Schmerzen zu ertragen“, sagt Zöphel. Darin unterscheidet sich Ringen nicht von den meisten anderen Sportarten, in denen es zu Duellen Mann gegen Mann oder Frau gegen Frau kommt.

2013 jugendtraining szbz

Das Training von Zöphel und Mück sorgt für positive Resonanz, folgt man den Aussagen zweier Nachwuchskämpfer. Jonathan Kempf ist neun Jahre alt und Jugendsprecher bei den Ehninger Ringern. „Zu mir können die Kinder kommen, wenn sie etwas auf dem Herzen haben, sich aber nicht trauen, es dem Trainer zu sagen. Ich gebe es dann weiter“, sagt der Schüler, der seit knapp vier Jahren ringt. „Das Training ist toll, alles wird ausführlich erklärt und die Fehler werden korrigiert.“ Der acht Jahre alte Oscar Emmanuel Ziegler hat bei den Bambinis begonnen zu ringen. Ihm gefallen besonders „die Griffe, die wir lernen. Am meisten Spaß macht es mir, zusammen mit der Mannschaft zu kämpfen.“

Die Trainingsbedingungen in der Ehninger Ringerhalle, sie ist an die Halle eins des Sportzentrums Schalkwiese angebaut, bezeichnet Jürgen Paeth als ideal: „Wir haben zwei Matten, die wir ständig liegen lassen können und wir haben einen Kraftraum, den wir mit viel Eigenleistung saniert haben. Er steht vor allem uns zur Verfügung, kann aber auch von anderen Abteilungen genutzt werden.“ Mit dem Geld, das die Ehninger Ringer durch die Ausrichtung von großen Turnieren wie den deutschen Meisterschaften einnehmen, erwerben sie hochwertige Trainingsmittel, um dem Nachwuchs und den aktiven Ringern möglichst optimale Rahmenbedingungen bieten zu können. Dazu gehören unter anderem die unterschiedlich schweren und großen Übungspuppen, dazu gehört ein Trampolin. Die Bedingungen sind so ausgezeichnet, dass der Württembergische Ringerverband in Ehningen einmal wöchentlich ein Stützpunkttraining durchführt.


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