TSV Ehningen feiert deutlichen Heimsieg gegen den AC Röhlingen

Beim ersten Heimkampf der Saison konnte der TSV Ehningen vor heimischer Kulisse einen überzeugenden 26:11-Erfolg gegen den AC Röhlingen feiern. Die Ehninger präsentierten sich von Beginn an konzentriert und konnten in vielen Kämpfen ihre technische Überlegenheit ausspielen.

Los ging es mit Poyraz Karabulut (57 Kilogramm Freistil) gegen Jonas Stark. Karabulut hatte gegen seinen starken Gegner keine Chance und musste die Überlegenheit des Röhlingers anerkennen. Stark setzte ihn mit mehreren Griffen unter Druck und konnte den Kampf schließlich mit einem Schultersieg für sich entscheiden. (0:4)

In der Klasse bis 130 Kilogramm griechisch-römisch bekam es Fabian Bendl mit Tizian Valerius Seifert zu tun. Bendl hatte seinen Gegner jederzeit im Griff und konnte insbesondere mit hohen Würfen immer wieder wertvolle Punkte sammeln. Am Ende stand ein souveräner 15:0-Sieg durch technische Überlegenheit. (4:4)

Anschließend stand Cornel Predoiu (61 Kilogramm griechisch-römisch) auf der Matte. Für ihn war der Kampf ein besonderer, denn es war sein 100. Kampf für den TSV Ehningen. Dieses Jubiläum krönte Predoiu mit einer starken Leistung. Mit seinem Spezialgriff konnte er seinen Gegner am Boden mehrfach auspunkten und sicherte sich bereits in der zweiten Minute die technische Überlegenheit. (8:4)

Auch Andrian Grosul (98 Kilogramm Freistil) ließ gegen Linus Elija Koch nichts anbrennen. Mit technisch schönen Aktionen sammelte Grosul Punkt um Punkt und kontrollierte das Geschehen von Beginn an. Nach 3:35 Minuten war beim Stand von 18:0 die technische Überlegenheit erreicht. (12:4)

Neuzugang Daniel-Marian Sandu (66 Kilogramm Freistil) hatte anschließend ebenfalls keinerlei Probleme mit seinem Gegner Tobias Andre Link. Topfit präsentierte er sich über die gesamte Kampfzeit und punktete seinen Gegner beliebig aus. Mit 15:0 sicherte er sich ebenfalls die technische Überlegenheit. (16:4)

Für Kai Rachwalski (86 Kilogramm griechisch-römisch) wartete mit Dominik Botos ein besonders schwerer Gegner. Der ungarische Topmann stellte Rachwalski vor große Probleme. Der Ehninger warf zwar alles in den Kampf und kämpfte bis zum Schluss, konnte vor allem in der Bodenlage die Wertungen seines Gegners aber nicht verhindern. (16:8)

Im Duell Sebastian Sander (71 Kilogramm griechisch-römisch) gegen Quentin Lübbe begann der Ehninger zunächst vorsichtig. Im weiteren Kampfverlauf fand Sander jedoch immer besser in den Kampf und konnte insbesondere in der Bodenlage wichtige Wertungen sammeln. Mit einem ungefährdeten 7:0-Punktsieg brachte er den TSV einen Schritt näher zum Mannschaftserfolg. (18:8)

Anschließend musste Kai Rösch (80 Kilogramm Freistil) gegen Arthur Beser antreten. Seine Aufgabe bestand dabei vor allem darin, den Schaden gegen den starken Röhlinger zu begrenzen und möglichst keine hohen Wertungen abzugeben. Das setzte Rösch gut um. Er verkaufte sich teuer und konnte die Niederlage auf 0:3 begrenzen. (18:11)

In den beiden abschließenden Kämpfen machte der TSV dann endgültig alles klar. Adrian Moise (75 Kilogramm Freistil) traf auf Marc Hieber und machte kurzen Prozess. Nach einem schnellen Angriff setzte Moise seine Zange an und legte seinen Gegner direkt auf beide Schultern. Hieber hatte keine Möglichkeit mehr, sich zu befreien. Nach nur 28 Sekunden war der Schultersieg perfekt. (22:11)

Den Schlusspunkt setzte Timo Stiffel (75 Kilogramm griechisch-römisch) gegen Dominik Liesch. Stiffel konnte seinen Spezialgriff erfolgreich einsetzen – und das gleich zweimal. Beim zweiten Mal saß der Griff perfekt und Stiffel legte seinen Gegner auf die Schultern. Damit war nach 2:03 Minuten nicht nur der Schultersieg perfekt, sondern auch der 26:11-Heimerfolg des TSV Ehningen.

Trainer Maik Busch zeigte sich nach dem ersten Heimkampf der Saison zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Die Jungs waren konzentriert und es hat super geklappt. Alle hatten den Sieg vor Augen und haben ihn sich am Ende auch verdient geholt.“

Erster Kampftag für die Ehninger Ringerjugend

Mit zwei Kämpfen gegen die Jugendmannschaft der Neckarunion Münster/Remseck startete am Samstag die Jugend der TSV-Ringer in ihre Saison. Im ersten Durchgang wurden dabei die Kräfte im Freistil gemessen, im zweiten wechselte die Stilart zu griechisch-römisch. Am Ende standen mit 24:15 und 28:9 zwei Siege für die Neckarunion.

Besonders hervor stach dabei Levin Reußer, der beide Kämpfe mit Schultersiegen gewinnen konnte. Im ersten Kampf trugen außerdem Ramazan Gözütok kampflos, Valentin Stanchev mit einem Punktsieg und Mark Bauer-Engels technisch überlegen Mannschaftspunkte bei. Im zweiten Kampf gesellten sich Abdurachman Ibragimov kampflos und Bastian Klein mit einem knappen Punktsieg zu dieser Liste. Ebenfalls auf die Matte gingen Lucas Spinceana, Alpay Bogazköy, Elena Stanchev, Oscar Kruse und Amir Tajik. 

Die nächsten Kämpfe in der Jugendrunde findet bereits am kommenden Samstag ab 15:30 Uhr gegen Musberg statt.

Verkorkster Saisonbeginn für Ehningen II

Am vergangenen Samstag hatte die zweite Mannschaft der Ehninger Ringer ihren ersten Saisonkampf in der Landesklasse gegen den KSV Neckarweihingen II. Trotz mehrerer guter Kämpfe stand letztlich ein deutliches 22:7 Ergebnis. Seit dieser Saison ist die Liga zweigeteilt. Für die Ehninger bedeutet das, dass sie gemeinsam mit den anderen Zweitvertretungen der Oberligateams eine Staffel bilden und so heim wie auswärts immer gegen den gleichen Verein wie die Erste antreten. 

Die beiden Siege für Ehningen holten dabei Kai Rösch und Noel Jux. Rösch, der sonst seinen Platz in der ersten hat, holte bereits nach kurzer Zeit einen Arbeitssieg und schulterte seinen Gegner. Jux zeigte im Schwergewicht eine starke kämpferische Leistung. Seinen Gewichtsnachteil glich er durch konzentrierte Aktionen aus. So holte er einen 6:20 Punktsieg und scheiterte nur knapp vor der technischen Überlegenheit.

Daneben bekam das Publikum einige intensive und spannende Begegnungen zu sehen, wo letztlich aber die Neckarweihinger immer die Oberhand behielten. Dazu zählten die Kämpfe von Sohrab Abdul Aziz, Mose Wolkober und Simon Prochazka. Abdul Aziz dominierte lang das Kampfgeschehen, konnte aber in der zweiten Kampfhälfte das Tempo nicht mehr mitgehen und wurde bei einem Stand von 19:13 geschultert. Wolkober und Prochazka unterlagen jeweils knapp mit 7:5 und 8:4 ihren Gegnern. 

Das Team vervollständigten Marc Ziegler, Niklas Gann, Muhammed Yanmaz und Enes Saran. Marc Luithle, der Trainer der Zweiten, ließ im Anschluss wissen, dass er dennoch optimistisch auf die gerade erst begonnene Saison blicke, da seine Mannschaft noch deutlich hinter ihrem Potential zurückgeblieben sei.

Ersatzgeschwächte Ehninger gehen in Neckarweihingen unter

Am vergangenen Samstag reisten die Ringer des TSV Ehningen für den zweiten Saisonkampf in der Oberliga Württemberg zum KSV Neckarweihingen. Bereits beim Blick auf die Aufstellungen der beiden Mannschaften wurde aber schnell klar, dass für den TSV hier wenig zu holen sein würde, was sich später auch am deutlichen Endergebnis von 25:5 zeigte. Neben den beiden Spitzensportlern Daniel Sandu aus Rumänien und Andrian Grosul aus Moldawien, die beide wegen Nationalmannschaftsabstellungen nicht zur Verfügung standen, fehlte auch Kai Rösch, der in der zweiten Mannschaft aushelfen musste.

Im Leichtgewicht bis 57 Kilogramm Freistil kam Ajmal Moredi zum Zug. Er zeigte sich engagiert, konnte daraus aber keine eigenen Wertungen erarbeiten und landete schließlich auf den Schultern (4:0).

Bei den schweren Jungs bis 130 Kilogramm griechisch-römisch traf Fabian Bendl auf Mark Cherechecha. Bendl, dessen großes Pfund sonst seine starke Ausdauer ist, mühte sich gesundheitlich angeschlagen zu einem knappen 3:6 Punktsieg und war so einer von drei Ehningern, die Punkte für das Mannschaftskonto sichern konnten (4:2).

Keinen Sportler konnte der TSV im Limit bis 61 Kilogramm stellen. Somit sicherte Alexander Weinberg den Neckarweihingern kampflos vier Punkte (8:2).

Berkan Tas rückte für Andrian Grosul ins Freistil-Halbschwergewicht nach. Hier bekam er es stilartfremd mit Stefan Kamockij zu tun. Über weite Strecken konnte er sich wacker schlagen, verpasste es aber, eigene Wertungen zu machen und fand sich schließlich auf den eigenen Schultern wieder (12:2). 

Ähnlich erging es Elvin Ersoy, der für Daniel Sandu in die Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm Freistil nachrückte. Er musste sich vorzeitig Felix Fecher technisch überlegen geschlagen geben (16:2).

Souverän zeigte sich Kai Rachwalski bis 86 Kilogramm im griechisch-römischen Stil. Vor allem im Stand lies er seinem Gegner Fabio Sax keine Chance und sicherte sich mehrere Wertungen. Belohnt wurde er dafür neben zwei Mannschaftspunkten auch mit der Auszeichnung des Ringers des Abends (16:4).

Nichts zu holen war für Sebastian Sander gegen Daniel Schweng. In der Gewichtsklasse bis 71 Kilogramm griechisch-römisch zeigte der Neckarweihinger einige schöne Würfe und konnte Sander so auch schließlich schultern (20:4).

In der Freistil-Gewichtsklasse bis 80 Kilogramm traf Alexander Mutz auf Konan Kouadio. Nach kurzer Eingewöhnungsphase stellte er sich gut auf seinen Gegner ein und führte bis kurz vor Schluss mit der letzten Wertung. Kouadios Schlussoffensive musste er sich aber geschlagen geben, was einen Endstand von 6:4 zur Folge hatte (21:4).

Bis 75 Kilogramm Freistil trafen die beiden Routiniers Adrian Moise für den TSV und Andranik Ovsepian für den KSV aufeinander. Beide zeigten sich zunächst abwartend und setzten nur einzelne Nadelstiche. Gegen Ende der Kampfzeit nahm das Duell aber an Schwung auf mit dem besseren Ende für den Ehninger: Er gewann mit 5:7 Punkten (21:5).

Im letzten Kampf bis 75 Kilogramm griechisch- römisch traf Timo Stiffel auf Piotr Stolarczyk, der für Polen schon mehrfach an Europa und Weltmeisterschaften teilgenommen hat. Während der Standkampf noch recht ausgeglichen war, hatte Stiffel im Boden seinem Gegner nichts mehr entgegenzusetzen und musste sich technisch unterlegen geschlagen geben. Das brachte schließlich den Endstand von 25:5.

Die Ehninger Verantwortlichen nahmen die deutliche Niederlage gefasst zur Kenntnis. Chefcoach Maik Busch dazu: „Neckarweihingen hat uns schon in den letzten Jahren nie gelegen. Auch wenn wir die volle Mannschaft zur Verfügung hatten, war da wenig zu holen. Nachdem wir heute auf einige Säulen verzichten mussten, war die Niederlage leider abzusehen.“ Umso vorfreudiger zeigte er sich aber mit Blick auf den ersten Kampf in der heimischen Schalkwiesenhalle am kommenden Samstag: „Da wird für uns deutlich mehr drin sein, mit dem AC Röhlingen haben wir einen Aufsteiger vor der Brust, der bisher ohne Sieg dasteht. Und vielleicht lassen wir uns da noch einige Überraschungen für die Aufstellungen einfallen.“

Mit Paukenschlag in die Saison gestartet – Neuzugang überzeugt

Die Ringer des TSV Ehningen trafen am vergangenen Samstag auswärts auf den AB Aichhalden. Nach einer starken Mannschaftsleistung, bei der jeder Ehninger das Maximum aus seinem Kampf herausholte, lautete der Endstand 13:19. Besonders in den schwereren Gewichtsklassen ließen sie dabei nichts anbrennen und entschieden alle fünf Duelle für sich. 

Den Auftakt machte aber Marc Ziegler im Limit bis 57 Kilogramm im Freistil. Nach mehrjähriger Pause kehrte er am Samstag zurück auf die Matte. Zu Beginn des Kampfes konnte er seinen Gegner noch aus der Kampfzone schieben und ging so in Führung. Anschließend wurde er selbst aber zuerst in den Boden gezwungen und dann mehrfach gedreht. So verlor er den Kampf technisch unterlegen (4:0).

Bis 130 kg griechisch-römisch traf Fabian Bendl auf Andreas Trost. Mit seinem typischen Ringstil versuchte Bendl von Anfang an, seinen Gewichtsnachteil mit seiner starken Kondition auszugleichen und bearbeitete Trost unaufhaltsam. Stetig sammelte er dabei Wertungen, sodass er schließlich den Kampf mit 0:6 für sich entscheiden konnte (4:2).

Einem undankbaren Kampf sah sich Niklas Gann ausgesetzt. Gegen den erfahrenen Topsportler Maxim Mamulat war kein Gras gewachsen. Nach kurzer Zeit gewann dieser technisch überlegen (8:2).

Der Kampf im Halbschwergewicht zwischen Andrian Grosul und Leon Liedgens war in der ersten Kampfhälfte recht ausgeglichen. Nach der 30-sekündigen Pause schaltete der Ehninger aber nochmals einen Gang nach oben und ging technisch überlegen von der Matte (8:6). 

Im letzten Duell vor der Pause bekamen die Zuschauer Freistilringen auf Topniveau zu sehen. Der Ehninger Neuzugang Daniel-Marian Sandu traf auf Ion Bulgaru. Sandu wusste aber bereits in seinem ersten Kampf seine neue Mannschaft zu überzeugen und entschied alle knappen Situationen für sich. Mit einem Schlussspurt konnte er sogar noch auf 15 Punkte Differenz kommen, holte so vier Mannschaftspunkte und brachte die Ehninger erstmals in Führung (8:10).

Kai Rachwalski ging in seiner neuen Gewichtsklasse bis 86 Kilogramm im griechisch-römischen Stil auf die Matte. Dort traf er mit Roman Brüstle auf einen alten Trainingspartner. Routiniert machte er dabei Wertung um Wertung. Nach sechs Minuten lautete der Endstand 1:9 für Rachwalski (8:13).

Eine Neuauflage des letztjährigen Kampfes gab es im Limit bis 71 kg Freistil. Hier traf der Ehninger Routinier Sebastian Sander auf den Aichhaldener Youngster Louis Kopp. Nach einer punktearmen ersten Kampfhälfte nahm der Kampf im zweiten Abschnitt an Fahrt auf. Kopp führte zwischenzeitlich mit 6:0. Mit einem Schwunggriff im unerwarteten Moment konnte Sander den Rückstand aber verkürzen und scheiterte nur knapp am Schultersieg. Letztlich ging Kopp mit einem 7:4 Sieg von der Matte (10:13).

Ein hitziges Duell lieferten sich Kai Rösch für Ehningen und Julian Müller für Aichhalden. Im ungewohnten Freistil bis 80 kg war Rösch körperlich überlegen, was er nach und nach in Wertungen ummünzen konnte und so schließlich drei Mannschaftspunkte holte (10:16).

Im nächsten Kampf war die Aufgabe für Adrian Moise klar: Möglichst wenig Punkte gegen Dumitru Tulbea abgeben. Denn klar war zu diesem Zeitpunkt: Aichhalden muss die beiden verbleibenden Kämpfe deutlich gewinnen, um den zwischenzeitlichen Rückstand wieder aufzuholen. Vor allem gegen Ende des Kampfes konnte Moise immer wieder clever Zeit von der Uhr nehmen und verhinderte so die technische Überlegenheit (13:16).

Den Schlussakkord setzte Timo Stiffel gegen Felix Rebstock bis 75 kg griechisch-römisch. Anfangs konnte Rebstock Stiffel einmal abfangen. Das sollte aber seine letzte Wertung bleiben. Danach punktete nur noch der Ehninger. Schließlich verkündete Kampfrichter Anastassios Macris einen ungefährdeten 2:12 Punktsieg und den 13:19 Endstand.

Erstmals seit 2023 konnten der TSV Ehningen so seinen Auftaktkampf für sich entscheiden. Sichtlich zufrieden gab sich Abteilungsleiter Max Reinhardt: „Heute hat jeder das Beste aus seinen Kämpfen rausgeholt. Das war eine richtig gute Teamleistung. Ich freue mich auf die neue Saison!“

Am kommenden Wochenende haben die Ehninger Ringer das letzte kampffreie Wochenende vor Weihnachten, bevor in zwei Wochen für beide Mannschaften die Auswährtsfahrt nach Neckarweihingen ansteht.

Startschuss zur neuen Runde: Ehninger Ringer starten gegen den AB Aichhalden in die Oberligasaison

Vor dem Saisonauftakt in der Oberliga Württemberg konnten wir mit dem Sportlichen Leiter der Ringer des TSV Ehningen Fabian Bendl über seine Einschätzungen und Erwartungen sprechen. Am Samstag um 20 Uhr treffen sie auswärts auf den AB Aichhalden.

Das Interview führte Henri Schimmer.

Fabian Bendl, im letzten Kampf der vergangenen Saison konnte der TSV Herbrechtingen, der zu diesem Zeitpunkt schon als Aufsteiger feststand, in einem denkwürdigen Saisonfinale besiegt werden. Konnten Sie diesen Schwung mit in die neue Saison nehmen?

Ja, das war wirklich ein gelungener Rundenabschluss! DieseKampfabende sind für uns Ringer genauso wie für unsere Zuschauer ein absolutes Highlight, die Schalkwiesenhalle hat gekocht. In den vielen Trainingseinheiten der Vorbereitung war das immer wieder ein Ansporn.

Wie sah diese Vorbereitung aus?

Wir haben den Juli und August dafür intensiv genutzt. Zunächst hat unser Trainerteam den Schwerpunkt auf die physischen Grundlagen gelegt. Später hat sich dieser dann mehr auf das Ringerische verschoben. Wir hatten zwei Trainingslager in unserer heimischen Trainingshalle, bevor wir für das dritte und wahrscheinlich intensivste ein Wochenende im österreichischen Götzis verbracht haben. Diehervorragenden Trainingsbedingungen dort haben wir für den letzten Feinschliff und ein wenig Teambuilding genutzt. Hinzu kommen die drei regulären Trainingseinheiten unter der Woche. Zum Abschluss hatten wir am vergangenen Samstag unsere Freunde vom ASV Nendingen zu Gast. Gemeinsam mit ihnen haben wir Trainingskämpfe unterWettkampfbedingungen durchgeführt. Unterm Strich sind unsere Jungs also top vorbereitet für die Runde.

Gab es beim Kader Veränderungen zur letzten Saison?

Insgesamt konnten wir unseren Kader gut zusammenhalten. Besonders wichtig sind hier unsere langjährigen Säulen wie Kai Rösch, Constatin Bulibasa und andere. Leider mussten wir uns aber von Marcel Flick verabschieden. Er hat sich für die kommende Runde der SG Weilimdorf und ihrem Abenteuer Bundesliga angeschlossen. Diese Lücke können wir aber mit eigenen Sportlern decken. Neu im Kader ist dafür Daniel Sandu. Er kommt aus Rumänien und ist dort Teil der Nationalmannschaft. Im Nachwuchsbereich konnte er einige internationale Medaillen gewinnen und schließt in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm Freistil eine Lücke. Daneben wollen wir weiterhin unsere Nachwuchssportler in den Aktivenkader integrieren.

Die letzten Runden wurden allesamt im Mittelfeld der Tabelle beendet. Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die neue Saison?

Das ist auch dieses Jahr wieder der Anspruch. Wir sind in Ehningen sehr stolz auf unser ruhiges, aber sehr verlässliches Vereinsumfeld, mit dem wir uns seit über 20 Jahren auf diesem Niveau halten können. Abseits davon ist die Liga mit den beiden Aufsteigern Röhlingen und Aalen sicherlich nicht schwächer geworden. Auch der SC Korb hat sich mit dem SV Fellbach zur KG Rems-Löwen zusammengeschlossen, damit haben sie Zugriff auf einen noch breiteren Kader. An der Tabellenspitze sehe ich den Aufsteiger Aalen zusammen mitWinzeln und unseren Auftaktgegner Aichhalden. Aichhalden und Winzeln haben im letzten Jahr beide knapp den Aufstieg verpasst. Das wollen die beiden Mannschaften jetzt sicherlich nachholen. Unsere Einstellung bleibt: In jedem Kampf alles geben und auch vor vermeintlichen Favoriten nicht zurückschrecken.

Sie haben es gesagt, zum Auftakt treffen sie auf den AB Aichhalden. Worauf können sich die Auswärtsfahrer freuen?

Da steht direkt ein echter Brocken an. Die Aichhaldener haben traditionell ein starkes Fundament mit einigen Topathleten. Dazu kommt das lautstarke Heimpublikum. Ich rechne abermit einem engen Kampf, wo es besonders auf die Schlüsselkämpfe in den mittleren Gewichtsklassen ankommen wird. Bis 75 Kilogramm griechisch-römisch waren letztes Jahr beispielsweise zwei enge und packende Kämpfe. Ein Mannschaftspunkt in die eine oder andere Richtung macht da oft einen großen Unterschied. 

Zum Schluss noch ein Blick auf die zweite Mannschaft in der Landesklasse, hier gab es eine Umstellung der Ligeneinteilung. Wie sieht diese aus?

Diese Änderung kommt uns sehr entgegen: Die Liga ist jetzt in zwei Staffeln geteilt, wobei in unserer Staffel alle Zweitvertretungen der Oberligateams zusammengefasst sind. Das verspricht viele gemeinsame Kampfabende für unsere beiden Mannschaften mit Vor- und Hauptkampf gegen denselben Verein. Neben der gegenseitigen Unterstützung am Mattenrand erhoffen wir uns vor allem auch viele Auswärtsfahrer, die noch mehr Stimmung in die Hallen bringen. Sportlich hat unser Coach Marc Luithle viel Zeit in unsere Zweite investiert, um sie weiter an die Tabellenspitze zu bringen. Für sie beginnt die Saison aber erst etwas später, nämlich am 19. September auswärts gegen den KSV Neckarweihingen.

Herzlichen Dank für das Interview!

Drei Turniere an einem Wochenende

Ein mit Wettkämpfen vollgepacktes Wochenende liegt hinter den Ehninger Ringern. Beim Großen Preis von Baden-Württemberg und beim Willy Betz Gedächtnisturnier im oberschwäbischen Baienfurt, sowie beim Römercup in Ladenburg gingen insgesamt zwölf Ehninger aller Altersklassen auf die Matte. Bei dem hochkarätig besetzten Turnier trafen sie neben Gegner aus ganz Deutschland auch auf Sportler unter anderem aus Dänemark, den Niederlanden und dem Alpenraum. Besonders erfreulich war dabei der erste Platz von Mark Bauer-Engels in Ladenburg.

Den Auftakt aber machten am Samstag die Männer beim Großen Preis. Faizullah Shirzad trat erstmals bei einem Turnier an. Gegen Gegner aus Daxlanden und Unterelchingenmusste er sich in der Gewichtsklasse bis 65 Kilogramm im freien Stil aber jeweils technisch unterlegen geschlagen geben. Sein dritter Gegner konnte verletzungsbedingt nicht antreten, somit landete er schließlich auf dem 13. Platz.

Youngster Mose Wolkober traf im ersten Kampf auf einen Schweizer Kaderathleten, hier landete er nach einigen Aktionen selbst auf den Schultern. Im zweiten Kampf konnte er sich revanchieren und zwang wiederum einen Tiroler auf die Schultern, bevor er im letzten Duell technisch unterlegen verlor (8. Platz, 70kg, Freistil).

Mohammad Tajik konnte sich im ersten Kampf trotz einer eigenen Wertung auf Dauer nicht gegen seinen Kontrahenten von Union West Wien erwehren. Hochspektakulär war der zweite Kampf: 16:29 zeigte die Anzeigetafel nach Abpfiff an, was einen technischen Überlegenheitssieg für Mohammad bedeutete. Zuletzt traf er auf einen Sportler vom diesjährigen Bundesligafinalisten aus Weingarten, dem er sich deutlich geschlagen geben musste (7. Platz, 86kg, Freistil).

Ajmal Moredi dominierte im ersten Kampf, war im zweiten chancenlos und verlor im letzten ärgerlich: Bei eigener Führung reichte ein Moment der Unachtsamkeit seinem Gegner für einen Schultersieg aus (7. Platz, 55kg, griechisch-römischer Stil).

Keinen guten Tag erwischte Niklas Gann, der sich in allen seinen Kämpfen vorzeitig geschlagen geben musste und schließlich auf dem siebten Platz landete (60kg, gr.-röm.)

Die beste Platzierung konnte hier Mirza Tiraki mit Platz 6holen. Im ersten Duell überzeugte er durch überlegte Aktionen, die zu einem Überlegenheitssieg führten, bevor er in den nächsten beiden Kämpfen unglücklich geschultert wurde. Im abschließenden Aufeinandertreffen um Platz 5 und 6 neutralisierten sich beide Sportler lange, erst gegen Kampfende konnte der Amstettener Athlet eine kleine Führung erarbeiten und über die Zeit retten (82kg, gr.-röm.). 

Tags darauf am gleichen Ort startete Valentin Stanchev in der Altersklasse U12 bis 40 Kilogramm. Von seinen vier Kämpfen konnte er zwei gewinnen, darunter den um Platz 5 deutlich und technisch überlegen. Auch der vorletzte Kampf war sehenswert, wenn auch mit 5:8 Punkten mit knapp besserem Ausgang für seinen Gegner aus Kempten. 

Szenenwechsel nach Nordbaden zum ASV Ladenburg und dem von ihnen ausgerichteten Römercup: Hier gingen am Samstag Maximilian Jäger und Ilja Pak auf die Matte, bevor sie am Sonntag die Matte den jüngeren Jahrgängen überließen.Alle Duelle wurden im griechisch-römischen Stil ausgetragen.Für Maxi war es ein Tag der deutlichen Kämpfe. Alle seine sechs Duelle endeten vorzeitig, die hälfte davon konnte er für sich entscheiden. Dabei traf er unter anderem auf Gegner aus Rheinland-Pfalz, Norwegen und Bayern. Schlussendlich erkämpfte er sich in einem 19 Mann großen Starterfeld einen starken sechsten Platz (U17, 71kg).

Ilja, der bis vor kurzem noch im Judo zuhause war, setzte ein Ausrufezeichen. Im ersten Kampf schulterte er seinen Gegner, im zweiten musste er sich technisch unterlegen geschlagen geben. Davon angespornt zeigte er in Kampf drei eine starke kämpferische Leistung. Nach sechs Minuten stand es 8:8, dank der letzten Wertung wurde der Kampf zugunsten des Ehningers gewertet. Wegen einer Portion Lospech reichten diese starken Kämpfe nur für das Finale um Platz 5. Hier zeigte er wiederum einen eindrucksvollen Überlegenheitssieg gegen einen niederländischen Starter (5. Platz, U20, 77kg).

Am Sonntag zeigte Mark Bauer-Engels mal wieder, was schon in seinem jungen Alter in ihm steckt. Alle seine vier Kämpfe konnte er für sich entscheiden, konnte so zunächst seinen Pool und anschließend auch das Finale gewinnen. Besonders in den ersten beiden Duellen zeigte er, dass er nicht nur kurz und schmerzlos kann, sondern auch harte Kämpfe über die volle Zeit konzentriert zu Ende bringen kann (1. Platz, U10, 44kg).

In der gleichen Altersklasse startete Alpay Bogazköy. Er startete zunächst mit einem Schultersieg gut in das Turnier, musste dann aber zwei Niederlagen hinnehmen. Der Kampf um Platz 3 startete punktreich und schon einer Minute stand es 4:8, was aber Alpays Gegner für sich nutzen konnte und so den Schultersieg davontrug (4. Platz, U10, 29kg).

Zuletzt soll Luca Görlich nicht unerwähnt bleiben. In der Gewichtsklasse bis 68 Kilogramm der U14-jährigen erkämpfte er sich einen beachtlichen fünften Platz. Zum Auftakt musste er sich noch nach Punkten gegen einen Dänen geschlagen geben, konnte dann aber mit einem Schultersieg selbst ein Zeichen setzten. Wegen einer weiteren Niederlage fand er sich schließlich im Kampf um Platz 5 wieder. Hier machte er kurzen Prozess und ging schon nach einer halben Minute als Sieger von der Matte. 

Fabian Bendl, der sportliche Leiter der TSV-Ringer, zeigte sich sichtlich erfreut: „Das Wochenende hat zwei wichtige Erkenntnisse gebracht: Wir haben wieder eine ordentliche Anzahl an Sportlern auf die Matte bringen können und diese Anzahl hat gute Ergebnisse auf teilweise sehr hohem internationalem Niveau zeigen können. Für fast jeden war mindestens ein Sieg dabei. Darauf werden wir weiter aufbauen, gerade mit Blick auf die Vorbereitung zur neuen Mannschaftsrunde ab Herbst.“

Medaillenregen für Ehninger Ringerjugend

Am Samstagabend kehrte die Ehninger Ringerjugend hochdekoriert vom Bezirksturnier in Heilbronn zurück. Die acht Starter erkämpften sich insgesamt sieben Medaillen, drei davon in Gold. 

Jüngster Sportler war Ramazan Gözütok in der AltersklasseU8. Im Gewichtslimit bis 25 kg stieg er mit zwei Siegen in das Turnier ein, bevor er im Halbfinale denkbar knapp mit 12:12 unterlag. Im Kampf um Platz Drei konnte er sich aber revanchieren und sicherte sich Bronze. 

In der Altersklasse U10 traten Levin Reußer und Abdurachman Ibragimov beide im Limit bis 23 kg an. Nachdem beide sich gegen den dritten Starter in der Gewichtsklasse durchsetzen konnten, blieb nur noch die Frage, wer das vereinsinterne Duell für sich entscheiden wird. Hier erwischte Levin den besseren Start und konnte sich mit einem Schultersieg Gold sichern.

In der gleichen Jugend bis 29 kg ging Muhammad Soltamuradov auf die Matte. Gegen Gegner aus Wüstenrot und Musberg holte er sich einen Schulter- und einen Punktsieg. In zwei weiteren Kämpfen landete er jedoch schnell auf den Schultern. Am Ende stand ein wohlverdienter dritter Platz.

Muso Matniyazov sammelte in vier Kämpfen reichlich Erfahrung, konnte auch selbst einige Wertungen machen, für einen Sieg reichten diese jedoch nicht. Er erreichte schließlich den fünften Platz (U10, 37 kg). 

Mark Bauer-Engels stieg mit zwei ungefährdeten Siegen in das Turnier ein. Im letzten Kampf traf er auf einen Kontrahenten von der TSVgg Stuttgart Münster, der bis dahin ebenfalls ungeschlagen war. Nach knapp zwei ereignisreichen Minuten gelang Mark aber eine Technik, die den Gegner auf die Schultern zwang, was die Goldmedaille für ihn bedeutete (U10, 43 kg).

Valentin Stanchev entschied seine beiden ersten Kämpfe für sich, musste sich im Anschluss einem Heilbronner Heimringertechnisch unterlegen geschlagen geben, konnte aber zum Abschluss noch einen Sieg und damit den zweiten Platz holen(U12, 38 kg).

Luca Görlich, der erfahrenste der Mannschaft, startete in der Altersklasse U14 bis 68 kg. Dort traf er eine Woche nach der Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften auf zwei Sportler aus Stuttgart Münster. Während er den ersten Kampf nach der vollen Kampfzeit nach Punkten für sich entschied, konnte er den zweiten bereits in der ersten Minute für sich entscheiden und erkämpfte sich somit Platz Eins.

Eine wesentlich weitere Anfahrt hatte Maximilian Jäger, der beim hochkarätig besetzten Internationalen Brandenburg Cup in Frankfurt/Oder in der Klasse U17 bis 71 kg startete. Sowohl gegen Danil Wittmann vom ASV Ladenburg als auch gegen den Tschechen Adam Boubel war für Maxi aber nichts zu holen. Am Ende standen für ihn Platz 18 und erste Erfahrungen auf internationalem Parkett.

Viel Erfahrung gewonnen

Am vergangenen Wochenende gab Luca Görlich seine Premiere auf nationaler Bühne. Im fränkischen Hösbach trat er bei den Deutschen Meisterschaften der U14-Jugendlichen an. In der Gewichtsklasse bis 68 Kilogramm im griechisch-römischen Stil hatte er drei Kämpfe zu bestreiten.

Am Samstag begann das Turnier für Luca. Dort traf er zunächst auf Florian Wirth vom bayerischen Ringerverband. Bereits kurz nach Kampfbeginn fand er sich jedoch auf den Schultern wieder und musste sich so geschlagen geben. Nach einer Verschnaufpause wartete der spätere Bronzemedaillist Ole Franz aus Brandenburg auf ihn. Nach den vollen vier Minuten Kampfzeit konnte Franz 6:0 technische Punkte für sich verbuchen.

Somit stand fest, dass Luca nicht mehr in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen konnte. Im Kampf um Platz Fünf ging er noch ein letztes Mal an diesem Wochenende auf Matte. Aber auch gegen den Südbadener Max Gsell war für ihn nichts zu holen. Hier musste er sich kurz vor der Pause technisch unterlegen geschlagen geben.

„Uns war bewusst, dass Luca bei seinen ersten Deutschen Meisterschaften auf starke Konkurrenz treffen wird“, hielt Jugendleiter Kai Rösch fest. „Trotzdem ist es wichtig, diese Erfahrung so früh wie möglich mitzunehmen. Das Turnier war eine hervorragende Vorbereitung für die Meisterschaften in den kommenden Jahren. Luca weiß jetzt genau, woran er im Training weiterarbeiten muss.“ Sein Trainingspartner Maximilian Jäger wird am kommenden Wochenende beim Brandenburg Cup antreten.