Das Wochenende brachte einen Doppelkampftag und zwei Niederlagen für die Ringer des TSV Ehningen. Beim Auswärtskampf am Samstag gegen den SV Ebersbach kamen die Ehninger nicht über ein 19:14 hinaus, am Folgetag musste man sich noch knapper mit 14:17 vor heimischem Publikum geschlagen geben.
Der Kampf gegen Ebersbach begann mit einem Überraschungssieg von Poyraz Karabulut vielversprechend, endete aber jäh mit einer Verletzung von Stammringer Timo Stiffel im letzten Kampf. Dazwischen zeigte Fabian Bendl zunächst einen engagierten Kampf gegen den Ex-Ehninger Robert Ersek, dem er aber vor allem im Boden nichts entgegensetzen konnte und gab so drei Mannschaftspunkte ab (3:4). Auch Niklas Gann musste die technische Überlegenheit des Gegners anerkennen (7:4). Gewöhnt routiniert zeigte sich Andrian Grosul, der erst den Zuschauern einige schöne Technik darbot, bevor er schließlich seinen Gegner auf die Schultern zwang (7:8). Ähnlich souverän machte es auch Daniel-Marian Sandu: Er punktete seinen Gegner noch vor dem Pausengong aus (7:12). Kai Rachwalski erkämpfte der Mannschaft zwei Punkte. Er konnte seinen Gegner im Boden einmal drehen und brachte dann die Führung über die Zeit (7:14). Jetzt begann jedoch die Ebersbacher Aufholjagd. Sebastian Sander musste zu Kampfbeginn einige Wertungen abgeben und konnte den Rückstand anschließend nicht mehr aufholen (10:14). Alexander Mutz starte zwar mit einer soliden Defensivleistung, konnte diese in der zweiten Kampfhälfte aber nicht durchhalten und verlor technisch unterlegen (14:14). Adrian Moise führte lange, gab jedoch kurz vor Schluss eine unglückliche Wertung ab, sodass ein Mannschaftspunkt nach Ebersbach ging. Mit einem Stand von 15:14 vor dem letzten Kampf war also alles angerichtet für ein Herzschlagfinale. Es sollte aber anders kommen, denn bereits bei der ersten Aktion verletzte sich Timo Stiffel, sodass er den Kampf nicht fortführen konnte und Ebersbach mit 19:14 gewann.
Mit einer fast identischen Aufstellung ging es am Folgetag gegen die junge Top-Mannschaft aus Aalen weiter. Einzig Maximilian Jäger rückte für Timo Stiffel nach und kam so zu seinem Oberligadebüt. Im Auftaktkampf war Poyraz Karabulut dieses Mal technisch unterlegen (0:4). Fabian Bendl brachte seinen Gegner mehrmals an den Mattenrand, konnte das aber zu selten in Wertungen verwandlen und verlor 3:8 (0:6). Niklas Gann verdiente der Mannschaft bereits vor Kampfbeginn vier Punkte, da sein Gegner nicht rechtzeitig zum Wiegen anwesend war (4:6). Ähnlich wie am Vortag lies Andrian Grosul nichts anbrennen und holte die vier Punkte sogar 30 Sekunden schneller (8:6). Mehr Gegenwehr hatte dieses Mal Daniel-Marian Sandu. Dennoch holte er am Anfang des zweiten Durchgangs die technische Überlegenheit (12:6). Kai Rachwalski wurde in der ersten Bodenlage von seinem Gegner geschickt gepackt und musste anschließend einer Führung hinterherrennen, die sich letztlich aber als zudeutlich erwies (12:9). Sebastian Sander behielt in seinem Kampf vor allem dank einer technisch schönen Aktion die Oberhand (13:9). Alexander Mutz startete auch in diesem Kampf solide, konnte aber das hohe Tempo nicht über die volle Distanz mitgehen und verlor wiederum technisch unterlegen (13:13). Dieses Mal ließ sich der Routinier Adrian Moise nicht die Butter vom Brot nehmen und sicherte sich mit einer Aktion kurz vor dem Schlussgong den Sieg und damit einen Mannschaftspunkt (14:13). Somit stand Debütant Maximilian Jäger im letzten Kampf des Abends vor einer undankbaren Aufgabe, die er zwar beherzt anging, aber vor allem im Bodenkampf als noch zu groß akzeptieren musste. Somit stand am Ende ein respektables 14:17 gegen den Mitfavoriten der Liga aus Aalen.
„Hinter uns liegt ein intensives Wochenende, das den Jungs viel abverlangt hat. Umso bitterer ist es, dass wir nichts Zählbares heimbringen konnten,“ resümierte TSV-Coach Michael Widmayer. „Besonders schmerzt natürlich der Ausfall von Timo. Wir drücken ihm die Daumen, dass er bald wieder auf der Matte stehen kann.“


