Drei Ringer des TSV Ehningen vertraten ihren Verein bei der Veteranen-Weltmeisterschaft im kroatischen Poreč und kehrten mit beeindruckenden Leistungen nach Hause zurück. Eduard Hanzelmann, Simon Prochazka und Silvio Rachwalski kämpften auf internationalem Top-Niveau und sammelten wertvolle Erfahrungen – einer von ihnen sicherte sich sogar den Vize-Weltmeistertitel.
Eduard Hanzelmann setzte seinem sportlich erfolgreichen Jahr mit dem Vize-Weltmeistertitel in der Altersklasse D (Freistil, bis 88 Kilogramm) die Krone auf. Nach zwei doppelten Vizetiteln bei den German Masters sowie den US Masters in Las Vegas zeigte Hanzelmann erneut seine Klasse. Besonders das Halbfinale war an Spannung kaum zu überbieten: In einem nervenaufreibenden Kampf rettete er eine knappe 8:7-Führung in der Brücke über die Zeit. Im Finale lieferten sich Hanzelmann und sein Gegner einen ausgeglichenen Kampf, bis Hanzelmann 1:30 Minuten vor Schluss nach einer kleinen Unachtsamkeit ausgekontert wurde und sich nicht mehr befreien konnte. Dennoch krönte er seine Leistungen mit dem Vize-Weltmeistertitel und widmete die Medaille dem verstorbenen Ehninger Veteranentrainer Steffen Rachwalski.
In der Altersklasse B (griechisch-römisch, bis 45 Jahre, 70 Kilogramm) trat Simon Prochazka in der am stärksten besetzten Gewichtsklasse des Turniers an. Mit 18 Teilnehmern war das Teilnehmerfeld hart umkämpft. Prochazka musste sich in seinem ersten Kampf einem erfahrenen schwedischen Gegner stellen, der bereits auf Weltmeisterschaftsniveau gerungen hatte. Trotz einer leichten Verletzung unterlag Prochazka nach Punkten knapp mit 1:3. „Mit etwas mehr Unterstützung der Kampfrichter wäre vielleicht noch mehr drin gewesen“, resümierte Prochazka nach dem Kampf, war jedoch stolz darauf, sich auf Weltebene mit den besten Ringern messen zu können. „Das war schon lange ein kleiner Traum“, sagte er und blickt positiv auf die gesammelten Erfahrungen zurück.
Silvio Rachwalski hatte in seinem ersten Kampf gleich Pech, denn er traf auf den späteren Weltmeister in seiner Klasse. Die Nervosität war noch deutlich zu spüren, und der starke Tscheche punktete kontinuierlich, bis er den Kampf vorzeitig durch technische Überlegenheit für sich entschied. Dank der Finalteilnahme seines Gegners erhielt Rachwalski jedoch die Chance, sich in der Hoffnungsrunde zu beweisen. Dort traf er auf einen polnischen Gegner. Dieses Mal zeigte Rachwalski eine deutlich bessere Leistung, musste aber nach zwei Niederschlägen die Überlegenheit des Polen anerkennen.
Das Trio des TSV Ehningen bedankt sich bei allen Unterstützern in der Halle und zu Hause. „Es war eine großartige Erfahrung“, so die drei einhellig. Und sollten die Körper weiterhin mitmachen, ist eine erneute Teilnahme bei einer kommenden Weltmeisterschaft keineswegs ausgeschlossen.
Auf dem Bild links zu sehen: Eduard Hanzelmann


