Ein mit Wettkämpfen vollgepacktes Wochenende liegt hinter den Ehninger Ringern. Beim Großen Preis von Baden-Württemberg und beim Willy Betz Gedächtnisturnier im oberschwäbischen Baienfurt, sowie beim Römercup in Ladenburg gingen insgesamt zwölf Ehninger aller Altersklassen auf die Matte. Bei dem hochkarätig besetzten Turnier trafen sie neben Gegner aus ganz Deutschland auch auf Sportler unter anderem aus Dänemark, den Niederlanden und dem Alpenraum. Besonders erfreulich war dabei der erste Platz von Mark Bauer-Engels in Ladenburg.
Den Auftakt aber machten am Samstag die Männer beim Großen Preis. Faizullah Shirzad trat erstmals bei einem Turnier an. Gegen Gegner aus Daxlanden und Unterelchingenmusste er sich in der Gewichtsklasse bis 65 Kilogramm im freien Stil aber jeweils technisch unterlegen geschlagen geben. Sein dritter Gegner konnte verletzungsbedingt nicht antreten, somit landete er schließlich auf dem 13. Platz.
Youngster Mose Wolkober traf im ersten Kampf auf einen Schweizer Kaderathleten, hier landete er nach einigen Aktionen selbst auf den Schultern. Im zweiten Kampf konnte er sich revanchieren und zwang wiederum einen Tiroler auf die Schultern, bevor er im letzten Duell technisch unterlegen verlor (8. Platz, 70kg, Freistil).
Mohammad Tajik konnte sich im ersten Kampf trotz einer eigenen Wertung auf Dauer nicht gegen seinen Kontrahenten von Union West Wien erwehren. Hochspektakulär war der zweite Kampf: 16:29 zeigte die Anzeigetafel nach Abpfiff an, was einen technischen Überlegenheitssieg für Mohammad bedeutete. Zuletzt traf er auf einen Sportler vom diesjährigen Bundesligafinalisten aus Weingarten, dem er sich deutlich geschlagen geben musste (7. Platz, 86kg, Freistil).
Ajmal Moredi dominierte im ersten Kampf, war im zweiten chancenlos und verlor im letzten ärgerlich: Bei eigener Führung reichte ein Moment der Unachtsamkeit seinem Gegner für einen Schultersieg aus (7. Platz, 55kg, griechisch-römischer Stil).
Keinen guten Tag erwischte Niklas Gann, der sich in allen seinen Kämpfen vorzeitig geschlagen geben musste und schließlich auf dem siebten Platz landete (60kg, gr.-röm.)
Die beste Platzierung konnte hier Mirza Tiraki mit Platz 6holen. Im ersten Duell überzeugte er durch überlegte Aktionen, die zu einem Überlegenheitssieg führten, bevor er in den nächsten beiden Kämpfen unglücklich geschultert wurde. Im abschließenden Aufeinandertreffen um Platz 5 und 6 neutralisierten sich beide Sportler lange, erst gegen Kampfende konnte der Amstettener Athlet eine kleine Führung erarbeiten und über die Zeit retten (82kg, gr.-röm.).
Tags darauf am gleichen Ort startete Valentin Stanchev in der Altersklasse U12 bis 40 Kilogramm. Von seinen vier Kämpfen konnte er zwei gewinnen, darunter den um Platz 5 deutlich und technisch überlegen. Auch der vorletzte Kampf war sehenswert, wenn auch mit 5:8 Punkten mit knapp besserem Ausgang für seinen Gegner aus Kempten.
Szenenwechsel nach Nordbaden zum ASV Ladenburg und dem von ihnen ausgerichteten Römercup: Hier gingen am Samstag Maximilian Jäger und Ilja Pak auf die Matte, bevor sie am Sonntag die Matte den jüngeren Jahrgängen überließen.Alle Duelle wurden im griechisch-römischen Stil ausgetragen.Für Maxi war es ein Tag der deutlichen Kämpfe. Alle seine sechs Duelle endeten vorzeitig, die hälfte davon konnte er für sich entscheiden. Dabei traf er unter anderem auf Gegner aus Rheinland-Pfalz, Norwegen und Bayern. Schlussendlich erkämpfte er sich in einem 19 Mann großen Starterfeld einen starken sechsten Platz (U17, 71kg).
Ilja, der bis vor kurzem noch im Judo zuhause war, setzte ein Ausrufezeichen. Im ersten Kampf schulterte er seinen Gegner, im zweiten musste er sich technisch unterlegen geschlagen geben. Davon angespornt zeigte er in Kampf drei eine starke kämpferische Leistung. Nach sechs Minuten stand es 8:8, dank der letzten Wertung wurde der Kampf zugunsten des Ehningers gewertet. Wegen einer Portion Lospech reichten diese starken Kämpfe nur für das Finale um Platz 5. Hier zeigte er wiederum einen eindrucksvollen Überlegenheitssieg gegen einen niederländischen Starter (5. Platz, U20, 77kg).
Am Sonntag zeigte Mark Bauer-Engels mal wieder, was schon in seinem jungen Alter in ihm steckt. Alle seine vier Kämpfe konnte er für sich entscheiden, konnte so zunächst seinen Pool und anschließend auch das Finale gewinnen. Besonders in den ersten beiden Duellen zeigte er, dass er nicht nur kurz und schmerzlos kann, sondern auch harte Kämpfe über die volle Zeit konzentriert zu Ende bringen kann (1. Platz, U10, 44kg).
In der gleichen Altersklasse startete Alpay Bogazköy. Er startete zunächst mit einem Schultersieg gut in das Turnier, musste dann aber zwei Niederlagen hinnehmen. Der Kampf um Platz 3 startete punktreich und schon einer Minute stand es 4:8, was aber Alpays Gegner für sich nutzen konnte und so den Schultersieg davontrug (4. Platz, U10, 29kg).
Zuletzt soll Luca Görlich nicht unerwähnt bleiben. In der Gewichtsklasse bis 68 Kilogramm der U14-jährigen erkämpfte er sich einen beachtlichen fünften Platz. Zum Auftakt musste er sich noch nach Punkten gegen einen Dänen geschlagen geben, konnte dann aber mit einem Schultersieg selbst ein Zeichen setzten. Wegen einer weiteren Niederlage fand er sich schließlich im Kampf um Platz 5 wieder. Hier machte er kurzen Prozess und ging schon nach einer halben Minute als Sieger von der Matte.
Fabian Bendl, der sportliche Leiter der TSV-Ringer, zeigte sich sichtlich erfreut: „Das Wochenende hat zwei wichtige Erkenntnisse gebracht: Wir haben wieder eine ordentliche Anzahl an Sportlern auf die Matte bringen können und diese Anzahl hat gute Ergebnisse auf teilweise sehr hohem internationalem Niveau zeigen können. Für fast jeden war mindestens ein Sieg dabei. Darauf werden wir weiter aufbauen, gerade mit Blick auf die Vorbereitung zur neuen Mannschaftsrunde ab Herbst.“




