Startschuss zur neuen Runde: Ehninger Ringer starten gegen den AB Aichhalden in die Oberligasaison

Vor dem Saisonauftakt in der Oberliga Württemberg konnten wir mit dem Sportlichen Leiter der Ringer des TSV Ehningen Fabian Bendl über seine Einschätzungen und Erwartungen sprechenAm Samstag um 20 Uhr treffen sie auswärts auf den AB Aichhalden.

Das Interview führte Henri Schimmer.

Fabian Bendlim letzten Kampf der vergangenen Saison konnte der TSV Herbrechtingen, der zu diesem Zeitpunkt schon als Aufsteiger feststand, in einem denkwürdigen Saisonfinale besiegt werden. Konnten Sie diesen Schwung mit in die neue Saison nehmen?

Ja, das war wirklich ein gelungener Rundenabschluss! DieseKampfabende sind für uns Ringer genauso wie für unsere Zuschauer ein absolutes Highlight, die Schalkwiesenhalle hat gekocht. In den vielen Trainingseinheiten der Vorbereitung war das immer wieder ein Ansporn.

Wie sah diese Vorbereitung aus?

Wir haben den Juli und August dafür intensiv genutzt. Zunächst hat unser Trainerteam den Schwerpunkt auf die physischen Grundlagen gelegt. Später hat sich dieser dann mehr auf das Ringerische verschoben. Wir hatten zwei Trainingslager in unserer heimischen Trainingshalle, bevor wir für das dritte und wahrscheinlich intensivste ein Wochenende im österreichischen Götzis verbracht haben. Diehervorragenden Trainingsbedingungen dort haben wir für den letzten Feinschliff und ein wenig Teambuilding genutzt. Hinzu kommen die drei regulären Trainingseinheiten unter der Woche. Zum Abschluss hatten wir am vergangenen Samstag unsere Freunde vom ASV Nendingen zu Gast. Gemeinsam mit ihnen haben wir Trainingskämpfe unterWettkampfbedingungen durchgeführt. Unterm Strich sind unsere Jungs also top vorbereitet für die Runde.

Gab es beim Kader Veränderungen zur letzten Saison?

Insgesamt konnten wir unseren Kader gut zusammenhalten. Besonders wichtig sind hier unsere langjährigen Säulen wie Kai Rösch, Constatin Bulibasa und andere. Leider mussten wir uns aber von Marcel Flick verabschieden. Er hat sich für die kommende Runde der SG Weilimdorf und ihrem Abenteuer Bundesliga angeschlossen. Diese Lücke können wir aber mit eigenen Sportlern decken. Neu im Kader ist dafür Daniel Sandu. Er kommt aus Rumänien und ist dort Teil der Nationalmannschaft. Im Nachwuchsbereich konnte er einige internationale Medaillen gewinnen und schließt in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm Freistil eine Lücke. Daneben wollen wir weiterhin unsere Nachwuchssportler in den Aktivenkader integrieren.

Die letzten Runden wurden allesamt im Mittelfeld der Tabelle beendet. Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die neue Saison?

Das ist auch dieses Jahr wieder der Anspruch. Wir sind in Ehningen sehr stolz auf unser ruhiges, aber sehr verlässliches Vereinsumfeld, mit dem wir uns seit über 20 Jahren auf diesem Niveau halten können. Abseits davon ist die Liga mit den beiden Aufsteigern Röhlingen und Aalen sicherlich nicht schwächer geworden. Auch der SC Korb hat sich mit dem SV Fellbach zur KG Rems-Löwen zusammengeschlossen, damit haben sie Zugriff auf einen noch breiteren Kader. An der Tabellenspitze sehe ich den Aufsteiger Aalen zusammen mitWinzeln und unseren Auftaktgegner Aichhalden. Aichhalden und Winzeln haben im letzten Jahr beide knapp den Aufstieg verpasst. Das wollen die beiden Mannschaften jetzt sicherlich nachholen. Unsere Einstellung bleibt: In jedem Kampf alles geben und auch vor vermeintlichen Favoriten nicht zurückschrecken.

Sie haben es gesagt, zum Auftakt treffen sie auf den AB Aichhalden. Worauf können sich die Auswärtsfahrer freuen?

Da steht direkt ein echter Brocken an. Die Aichhaldener haben traditionell ein starkes Fundament mit einigen Topathleten. Dazu kommt das lautstarke Heimpublikum. Ich rechne abermit einem engen Kampf, wo es besonders auf die Schlüsselkämpfe in den mittleren Gewichtsklassen ankommen wird. Bis 75 Kilogramm griechisch-römisch waren letztes Jahr beispielsweise zwei enge und packende Kämpfe. Ein Mannschaftspunkt in die eine oder andere Richtung macht da oft einen großen Unterschied. 

Zum Schluss noch ein Blick auf die zweite Mannschaft in der Landesklasse, hier gab es eine Umstellung der Ligeneinteilung. Wie sieht diese aus?

Diese Änderung kommt uns sehr entgegen: Die Liga ist jetzt in zwei Staffeln geteilt, wobei in unserer Staffel alle Zweitvertretungen der Oberligateams zusammengefasst sind. Das verspricht viele gemeinsame Kampfabende für unsere beiden Mannschaften mit Vor- und Hauptkampf gegen denselben Verein. Neben der gegenseitigen Unterstützung am Mattenrand erhoffen wir uns vor allem auch viele Auswärtsfahrer, die noch mehr Stimmung in die Hallen bringen. Sportlich hat unser Coach Marc Luithle viel Zeit in unsere Zweite investiert, um sie weiter an die Tabellenspitze zu bringen. Für sie beginnt die Saison aber erst etwas später, nämlich am 19. September auswärts gegen den KSV Neckarweihingen.

Herzlichen Dank für das Interview!